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Schutz von Beschäftigten in Bildungseinrichtungen

Gesetzliche Unfallversicherung veröffentlicht Handlungsempfehlungen für Schulen, Kitas und Hochschulen

Schulen werden schrittweise geöffnet, die Notbetreuung in Kitas wird erweitert. In den kommenden Wochen kehren wieder mehr Kinder und Jugendliche in ihre Bildungseinrichtungen zurück. Für die dort Beschäftigten bedeutet das: Sie müssen eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus umsetzen und diese auch den Kindern vermitteln. Bei dieser komplexen Aufgabe möchte die gesetzliche Unfallversicherung die Beschäftigten in Bildungseinrichtungen unterstützen. In mehreren Handlungshilfen hat sie deshalb Hinweise und Empfehlungen zusammengestellt. Diese konkretisieren die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

"Ich freue mich, dass wir mit den vorliegenden Empfehlungen den Bildungseinrichtungen konkrete Hilfen an die Hand geben können, wie sie den Betrieb unter den jetzigen Bedingungen gut organisieren und den Alltag für die Beschäftigten und die Kinder und Jugendlichen sicher und gesund gestalten können,“ sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy. „Klar ist aber auch, dass die Hinweise weder vollständig noch abschließend sein können, da sich fast täglich Änderungen ergeben. Länderspezifische Regelungen der zuständigen Ministerien und Gesundheitsbehörden ergänzen die Empfehlungen.“

Die wichtigsten Empfehlungen

In Bildungseinrichtungen sollten organisatorische, pädagogische und Hygienemaßnahmen Hand in Hand gehen. Grundlegende Empfehlungen sind:

  • Unterricht oder Kita-Alltag sollen so organisiert werden, dass der empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit eingehalten wird. Gruppengröße und -räume müssen entsprechend angepasst und Verkehrswege in den Räumen, auf den Fluren, in der Mensa und im Außengelände festgelegt werden. Hier können Bodenmarkierungen helfen.
  • Einmal eingeteilte Gruppen sollten beibehalten und nicht gemischt werden.
  • Um das Infektionsrisiko weiter zu senken, ist das regelmäßige Lüften der Klassen- und Gruppenräume wichtig.
  • Unterrichts- und Pausenzeiten in den Schulen können versetzt stattfinden. Das, verhindert, dass sich zu viele Personen auf dem Pausenhof aufhalten.
  • Für Schulen wie für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege gilt: Personen, die laut Robert Koch-Institut zu den Risikogruppen gehören, sollen nicht in der Einrichtung arbeiten oder diese besuchen.
  • Besondere Aufmerksamkeit ist gerade dort wichtig, wo das Einhalten der Nies- und Hustenetikette noch schwerfällt. Deshalb sollten auch die Jüngsten mit den derzeit gültigen Hygieneregeln vertraut gemacht werden. Das richtige Händewaschen gemeinsam zu üben, kann helfen.

In den Hochschulen kann der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des BMAS in den Bereichen der Forschung und Verwaltung sowie in den Forschungseinrichtungen weitgehend umgesetzt werden. Dort, wo dies nicht ohne weiteres möglich ist, müssen Kompensationsmaßnahmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden, die an die hochschul- bzw. standortspezifischen Bedingungen angepasst werden müssen. Hilfen hierzu bietet eine Muster-Gefährdungsbeurteilung für den Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Hochschulen.

Informationsmaterialien

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Welche Beschäftigten sollten derzeit nicht in Kitas und Schulen arbeiten?
Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, sollten nicht unterrichten oder Kinder betreuen. Hinweise zu den Risikogruppen gibt das Robert Koch-Institut. Bei der Planung des Personaleinsatzes sind außerdem die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung und landesspezifische Regelungen zur berücksichtigen, insbesondere in Bezug auf die Beschäftigung von Schwangeren.

Was passiert, wenn sich Beschäftigte oder Besucher der Bildungseinrichtungen plötzlich krank fühlen?
Bei akuten Atemwegssymptomen sollten sie die Einrichtung sofort verlassen und die Symptome von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen. Außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen hilft der Kassenärztliche Notdienst unter der Hotline 116 117 weiter. Einen Überblick, was zu tun ist, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht, gibt es hier.

Welche Hygieneregeln gelten in Kita und Schule?
Grundsätzlich gelten jene Regeln, die auch für die Allgemeinheit empfohlen werden, das heißt: mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten, in ein Taschentuch oder in die Armbeuge niesen, benutzte Taschentücher in einen Mülleimer mit Deckel entsorgen und regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang die Hände waschen.

Besonders kleinen Kindern fällt es oft schwer, Hygieneregeln zu verstehen und zu befoilgen. Was kann man tun?
In Kitas und Grundschulklassen könnten Betreuungspersonen erklären, warum Händewaschen generell und momentan ganz besonders wichtig ist und das richtige Händewaschen mit den Kindern üben. Plakate zum Aufhängen in den Sanitärräumen und andere Materialien helfen dabei.

Wie wird verhindert, dass sich zu viele Kinder auf zu engem Raum aufhalten?
Gruppengrößen und Gruppenräume sollten so gestaltet werden, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. In Klassenräumen und der Mensa sollten die Tische beispielsweise weit genug auseinander stehen. Zeitversetzte Essenszeiten helfen, Warteschlangen an der Essensausgabe oder der Geschirrrückgabe zu verhindern. Durch Markierungen auf dem Boden können Verkehrswege in Fluren und auf dem Pausenhof deutlich gemacht werden.

Wird es im Kita-Alltag nicht schwierig, den Mindestabstand einzuhalten?
Um die Gefahr der Virenübertragung einzudämmen, sollten nicht zu viele Kinder in einer Gruppe sein, die Einteilung der Gruppe sollte immer beibehalten und die Kinder sollten von der gleichen Bezugsperson betreut werden. Neben der regelmäßigen Lüftung der Räume wird empfohlen, die Aufenthaltszeiten im Außengelände auszudehnen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, die ursprüngliche Gruppeneinteilung und -größe beizubehalten.

Was ist bei der Begrüßung und der Verabschiedung der Kinder zu beachten?
Da auch hier der Mindestabstand gilt, müssen alle auf direkte Grußformen wie Umarmungen, Handschlag oder Begrüßungsküsschen verzichten. Am besten sollte man den Kindern erklären, dass sie nicht „auf Abstand gehalten“ werden, sondern dass die Maßnahmen auch ihrer Sicherheit dienen.

 

 

 

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