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Erfolgsmodell Schülerunfallversicherung hat Jubiläum

Wenn Kinder in der Kita toben, Schülerinnen auf dem Schulhof bolzen oder Studierende beim Unisport aktiv sind, passiert schnell mal ein Unfall. Dann ist es gut zu wissen, dass in diesen Fällen die Schüler-Unfallversicherung greift: Die Versicherten selbst oder ihre Eltern zahlen keine Beiträge. Die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und für mögliche Renten zahlt die öffentliche Hand. Auch bei Ausflügen, Exkursionen, im Hort sowie auf dem Weg von oder zur Bildungseinrichtung greift dieser Schutz. "Das ist eine gewaltige soziale Errungenschaft im Vergleich zu dem Zustand von vor 50 Jahren", sagt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Am 1. April 1971 trat das "Gesetz über die Unfallversicherung der Schüler und Studenten sowie Kinder in Kindergärten" in Kraft. Seitdem profitieren nicht nur Beschäftigte, sondern auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Besuch von Bildungseinrichtungen von den zwei Grundprinzipien der gesetzlichen Unfallversicherung: "Alles aus einer Hand" und Prävention sowie Rehabilitation „mit allen geeigneten Mitteln“. Dem vorausgegangen war ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Dieser entschied 1967, dass es einem sozialen Rechtsstaat anstehe, einem Schulkind "in geeigneter Weise Fürsorge zuteilwerden zu lassen", so die Urteilsbegründung.

Im Jahr 2019 war die Schülerunfallversicherung für 17,6 Millionen Versicherte zuständig, eine Zahl, die in den vergangenen 20 Jahren relativ konstant war. Deutlich gesunken ist hingegen die Zahl der Unfälle, die die Versicherten in den Bildungseinrichtungen oder auf dem Weg erlitten haben: Ereigneten sich im Jahr 1999 noch 86 Unfälle in Bildungseinrichtungen und 8,6 Wegeunfälle pro 1000 Versicherte, waren es 20 Jahre später nur noch 66,9 Unfälle und 6,2 Wegeunfälle pro 1000 Versicherte.

"Dass die Zahlen erfreulicherweise rückläufig sind, ist auch das Verdienst der nachhaltigen Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger", so Dr. Stefan Hussy. "Wir tun viel dafür, dass Beschäftigte, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den Bildungseinrichtungen sicher und gesund arbeiten, lernen und sich entfalten können." Präventionsleistungen wie Vorschriften und Regelungen, Schulungen, Seminare sowie verschiedenste Unterrichts- und Arbeitshilfen unterstützen die Bildungsträger dabei, gute Bedingungen zu schaffen. "Wichtig ist uns dabei der Blick auf das gesamte System sowie die Vernetzung und die Mitarbeit von sämtlichen Beteiligten. So schaffen wir es, die Themen Sicherheit und Gesundheit im Denken und Handeln aller nachhaltig zu verankern."

Historie der Schülerunfallversicherung

Den Anstoß zur Gründung der Schülerunfallversicherung gab ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1967. Eine Schülerin hatte einen schweren Turnunfall erlitten. Eine Entschädigungsleistung konnte aber wegen der damaligen Rechtslage nicht gewährt werden. In seiner Urteilsbegründung gab der Bundesgerichtshof den Anstoß zur Einführung der gesetzlichen Schülerunfallversicherung. Denn er verwies darauf, dass es einem sozia- len Rechtsstaat anstehe, „einem Schulkind, das ihm mit der Einschulung anvertraut wird, in geeigneter Weise Fürsorge zuteilwerden zu lassen, und Vorsorge dafür zu treffen, dass einem Kinde, das bei schweren Körperschäden, die es als Folge einer schulischen Maßnahme erleidet, eine angemessene öffentlich-rechtliche Entschädigung gewährt wird.“ Der Gesetzgeber nahm die Anregung des Gerichtes auf. Am 1. April 1971 trat das „Gesetz über die Unfallversicherung der Schüler und Studenten sowie Kinder in Kindergärten“ in Kraft. Seither sind die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand zuständig für die so genannte „Schülerunfallversicherung“.

Wer steht wann unter Versicherungsschutz

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung beginnt nicht erst mit der ersten Arbeitsstelle, sondern viel früher. Auch Kinder und Jugendliche sind abgesichert, wenn sie eine Betreuungseinrichtung, Schule, Fachhochschule oder Universität besuchen. Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt für ? Kinder während des Besuchs von Kindertageseinrichtungen oder während der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen ? Schülerinnen und Schüler während des Besuchs von allgemein- oder berufsbildenden Schulen ? Studierende während der Aus- und Fortbildung an Fachhochschulen und Universitäten Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt für alle Tätigkeiten innerhalb des organisatorischen Verantwortungsbereichs der jeweiligen Bildungseinrichtung. Damit sind auch Aktivitäten in den Pausen, bei Ausflügen und Exkursionen oder der Aufenthalt im Hort versichert. Ebenso versichert sind die Wege von und zu der Bildungseinrichtung. Nicht versichert sind Tätigkeiten oder Unternehmungen, die von den Kindern, Jugendlichen oder Eltern ohne Mitwirkung der Bildungseinrichtung organisiert und durchgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Lernen und die Hausaufgabenerledigung zu Hause, die private Nachhilfe oder die Anfertigung von Haus- und Abschlussarbeiten im Rahmen des Studiums.

Leistungen

Kommt es zu einem Schul- oder Schulwegeunfall, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Heilbehandlung, die verschiedenen Schritte der Rehabilitation und zahlt gegebenenfalls auch eine (lebenslange) Rente. Die Unfallversicherung rehabilitiert mit „allen geeigneten Mitteln“. Das reicht von der ambulanten und stationären Behandlung über möglicherweise erforderliche Hilfen in der Bildungseinrichtung bis zu sozialen Teilhabeleistungen. Ziel ist es, die Gesundheit des oder der Versicherten so weit wie möglich wiederherzustellen. Bleibt eine dauerhafte Beeinträchtigung, geht es darum, die Lebensqualität und Eigenständigkeit zu fördern. Die Unfallkasse begleitet deshalb schwer verunfallte Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang.

 

 

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Kontakt und Info

Unfallkasse 
Mecklenburg-Vorpommern
Postfach 11 02 32
19002 Schwerin
Wismarsche Str. 199
19053 Schwerin

Telefon:  0385 / 51 81 - 0
Fax: 0385 / 51 81 - 111
IK-Nummer:  121390015
Betriebs-Nr.:  01681222
   
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